Muss es immer eine ganz junge Katze sein?

So erkennen Sie ein gesundes Jungtier

Wenn man sich ein Kätzchen aus einer Meute raufender und spielender Katzenbabies heraussuchen soll, würde man am liebsten allen ein schönes Zuhause bieten. Dennoch sollte man sich jetzt Zeit lassen und die kleinen Katzen genau beobachten, bevor eine Entscheidung gefällt wird.

Katzenkinder nicht zu früh aufnehmen

Bei der Auswahl eines kleinen Katzenkindes mit seiner tolpatschigen und ungestümen Art gilt es einiges zu beachten. Ganz wichtig ist erst einmal, dass Sie sich vergewissern, dass die Katzen mindestens acht Wochen alt sind. Der beste Zeitpunkt ist sogar erst die zwölfte Woche. Leider werden sie oft schon früher von ihrer Familie getrennt und an neue Besitzer vermittelt. Die Kleinen brauchen jedoch noch die Milch und Wärme ihrer Mutter. Oft passiert es dann, dass sie trotz der liebevollen Pflege ihres neuen Besitzers abmagern und chronischen Durchfall bekommen. Solche Tiere erholen sich meist nur schlecht und bleiben ihr Leben lang eine kleine "Sorgenkatze".

Wie sieht ein gesundes Kätzchen aus?

Augen
Ein gesundes Kätzchen balgt ausgiebig mit seinen Geschwistern, ist aufgeweckt und erkundet neugierig alles Neue in seiner Umgebung. Die Augen sind klar und glänzend. Sie sollten nicht gerötet sein oder tränen. Das dritte Augenlid, welches auch Nickhaut genannt wird, darf nicht zu sehen sein.

Nase
Die Nase ist kühl und nur ganz leicht feucht. Achtung, kleine "Schnoddernasen" und entzündete Augen können Anzeichen für den Katzenschnupfen sein. Dieser kann - ist er einmal chronisch - sehr unangenehm sein und bei Nichtbehandlung sogar einen tödlichen Ausgang finden.

Fell
Streicheln Sie die Katze, achten Sie auch darauf, ob Ihnen ein Floh entgegenhüpft oder Sie sonstige Bekanntschaften mit Parasiten machen. Dabei können Sie prüfen, ob das Fell dicht, glänzend und sauber ist. Ist es verfilzt, hat es Kahlstellen oder hat der kleine Stubentiger Ausschlag, ist er meistens insgesamt nicht so munter.

Ohren
Beim Streicheln können Sie gut einen Blick in die Ohren werfen. Das Innere der Muschel sollte ganz sauber sein. Ist es verschmutzt, kratzt sich das Kätzchen und schüttelt den Kopf, wird es sehr wahrscheinlich von Ohrmilben geplagt.

Maul
Schauen sie auch einmal in das Maul. Die Zähne sollten gerade stehen, damit der kleine Räuber später auch kräftig zubeißen kann. Bei jungen Katzen sind die Zähne weiß, bei älteren können sie durch Zahnsteinbildung etwas gelblich verfärbt sein. Das Zahnfleisch ist hellrosa und sollte nicht gerötet oder entzündet sein.

Bauch
Das Bäuchlein des Stubentigers sollte leicht rundlich sein und keine Verdickungen haben. Diese könnten einen Nabelbruch anzeigen.

Schwanz
Heben Sie das Schwänzchen an. So können Sie gut sehen, ob das Hinterteil sauber ist. Ist es verschmutzt, hat die Katze Durchfall oder Würmer.

Haben Sie sich so viel Zeit genommen, werden Sie sich zu Hause bestimmt nicht ärgern, dass Sie die "Katze im Sack" vermittelt bekommen haben, sondern werden sich lange an Ihrem neuen samtpfotigen Hausgenossen erfreuen.