Katzen lieben Versteckmöglichkeiten

Damit alles am richtigen Platz ist

Damit Sie sich nicht zu oft die Haare raufen müssen, weil Ihr Stubentiger Ihre Wohnungseinrichtung mal wieder nach seinen Vorstellungen gestaltet und genutzt hat, sollten Sie ihm von vornherein einige Wohlfühlbereiche schaffen.

Die Katzentoilette

Ganz wichtig ist die Katzentoilette. Eine Wanne aus Hartplastik, die fünf Zentimeter hoch mit Katzenstreu gefüllt ist, reicht schon. Achten Sie darauf, dass die Wanne so tief ist, dass beim Buddeln und Scharren nicht der ganze Inhalt in der Umgebung verteilt wird. Praktisch sind auch überdachte Toiletten. Der Geruch verbreitet sich nicht und Ihre Katze fühlt sich bei ihren Geschäften nicht beobachtet. Das Örtchen muss immer zugänglich und - besonders wichtig - sauber sein. Mit einer Schaufel sollten Sie die verschmutzten Stellen täglich entfernen und durch frisches Streu ersetzen. Einmal die Woche muss die Toilette durch eine heiße Dusche komplett gereinigt werden. Benutzen Sie besser keine Desinfektionsmittel. Für die feine Nase Ihrer Mieze kann der Geruch so unangenehm sein, dass sie von nun an einen großen Bogen um ihre Toilette macht. Katzen sind sehr reinliche Tiere. Haben Sie einmal vergessen, die Toilette zu säubern, kann es sein, dass ein anderes Plätzchen, wie ein Blumentopf oder eine Zimmerecke bevorzugt wird.

Der Futterplatz

Da Katzen gerne kleckern, stellen Sie die Futternäpfe am besten auf eine abwaschbare Unterlage. Ein Napf für Trocken-, einen für Nassfutter und einen etwas größeren für Wasser reichen. Damit die Näpfe im Eifer des Gefechts von dem gierigen Schnäuzchen nicht quer durch die Wohnung geschoben werden, sollten sie möglichst standfest sein. Für Wasser eignen sich z.B. glasierte Keramikschüsseln gut. Gefäße aus Chromargan lassen sich gut in der Spülmaschine reinigen und sind nicht zerbrechlich.

Der Schlaf- und Ruheplatz

Katzen verschlummern ca. 60 % ihres Lebens. Ein kuscheliger, warmer Schlafplatz ist deshalb ein Muss für einen zufriedenen Stubentiger. Gemütliche Höhlen aus Plüsch und weichen Stoffen mögen viele Katzen gerne. Auch selbstgebaute Katzenhäuser, aus Pappe oder Holz mit schlingenfreiem Teppich bezogen und mit Schmusekissen ausgestattet, wissen viele Katzen zu schätzen. Runde Eingänge mit einem Durchmesser von ca. 20 cm mögen sie besonders gerne. Die meisten Katzen suchen sich für ihre Nickerchen etwas höher gelegene Schlafplätze. So kann auch eine mit Teppich bezogene Fensterbank zu einem beliebten Aussichts- und Ruheplatz werden.

Krallen wetzen

Damit Ihre Katze die Krallen nicht genüßlich in Ihre Polstermöbel bohrt, sollten Sie ihr genügend Möglichkeiten geben, sie ausgiebig zu wetzen. Gewöhnen Sie sie z.B. an einen Kratzpfosten oder Kratzteppich. Den meisten Spaß haben Stubentiger jedoch mit einem Katzenwohnbaum. Das sind mit Sisal umwickelte Stämme mit Sitzflächen, Höhlen oder sogar Hängematten. Hier wird dann ausgiebig gespielt, getobt oder einfach nur gedöst. Möchten Sie solch ein Katzenparadies selber bauen, achten Sie darauf, dass es standfest ist. Mit Winkeleisen an Boden oder Wand und Deckenspannern können Sie es gut befestigen. Fällt der Baum schon beim ersten beherzten Sprung um, hat Ihre Katze höchstwahrscheinlich keine Lust mehr ihn weiter zu erforschen.

Spiel, Spaß und Bewegung

Katzen lauern gerne, schleichen sich an und jagen mit großen Sätzen durch die Wohnung. Solche kleinen Räuber brauchen viel Beschäftigung und lieben Spielzeug. Alte Tennisbälle oder schön raschelnde Kugeln aus Zeitungspapier können viele Miezen begeistern. Mit einem Wollknäuel spielen viele Katzen zwar auch sehr gerne, sie können sich jedoch leicht darin verheddern. Achten Sie auch darauf, dass das Spielzeug nicht zu klein ist, damit es nicht verschluckt wird. Spitze Gegenstände, wie Nadeln, mit denen oft kleine Stofftiere versehen sind, sollten Sie auch entfernen. Hat Ihre Katze ihr eigenes kleines Reich in dem sie sich tummeln darf und verbringen Sie viel Zeit mit ihr, wird sie bestimmt so ein zufriedener verspielter Schmusetiger sein, wie Sie ihn sich wünschen.